Die erste eigene Wohnung

Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, meldete ich mich im letzten Monat gar nicht. Das lag daran, dass ich im Sommer einen wichtigen Schritt ging: Ich bin von zu Hause ausgezogen. Heute möchte ich euch erzählen wie mein Umzug war, welche Probleme es dabei gab, wie ich mit ihnen umgegangen bin und was meine Gefühle in diesen Situationen waren.

Als erstes muss ich natürlich sagen, dass ich nicht allein in der neuen Wohnung lebe. Nach 5 Jahren Beziehung war es nun endlich so weit und ich bin mit meinem Freund zusammengezogen. Da er bereits seit 3 Jahren in Greifswald studiert – wir führten eine Fernbeziehung – und ich nun auch hier studiere, haben wir uns natürlich in Greifswald nach einer Wohnung umgeschaut. Verschiedenen Berichten zufolge solle sich das wohl schwierig gestalten. Da wir uns dessen bewusst waren, haben wir uns bereits Ende Juni nach Wohnungen umgeschaut. Darüber wundern sich bestimmt viele, denn ich konnte ja noch gar nicht wissen, ob ich überhaupt in Greifswald an der Uni angenommen werde. Hierzu möchte ich euch sagen, dass ich 2 Studienfächer belege: Zum Einen Kommunikationswissenschaft (es wird ein Numerus Clausus benötigt) und zum Anderen Musikwissenschaft. Für Musikwissenschaft benötigt man allerdings keinen NC, weshalb ich schon nach Abschluss meiner Abiturprüfungen wusste, dass ich sicher in Greifswald landen werde. Deswegen konnten wir auch schon im Juni anfangen nach einer Wohnungen zu suchen. Natürlich waren wir in Sorge, dass wir trotz unserer frühen Suche nicht rechtzeitig eine Wohnung finden werden. Mit „rechtzeitig“ meine ich bis Ende August, da mein Freund bereits seine Wohnung im Studentenwohnheim kündigte. Doch unsere Suche gestaltete sich glücklicherweise einfacher als gedacht: Bereits die zweite Wohnung, für die wir uns interessierten, war ein Volltreffer. Mein Freund machte einen Termin mit den Mietern aus, welche zu diesem Zeitpunkt noch in der Wohnung lebten. Er besichtigte  die Wohnung allein aber schickte mir diverse Fotos, von denen ich wirklich begeistert war. Alles ist sehr hell und geräumig. Nach weiteren Überlegungen und ein paar Tagen Bedenkzeit entschieden wir, dass wir uns vorstellen können, in dieser Wohnung gemeinsam zu leben. Wir hatten Glück und wurden nach kurzer Zeit von den Vermieter zu einem Gespräch eingeladen. Wir waren aufgeregt, denn es gab außer uns noch zwei weitere Interessenten für diese Wohnung. Wir wollten ein gutes Bild abgeben und das Gespräch verlief ausgesprochen positiv. Wir besprachen jegliche Formalien, die wichtig für den Einzug bzw. für die Wohnung waren. Am Ende des Gespräches erzählten uns dann unsere Vermieter, dass die anderen Interessenten die Wohnung nicht bekommen werden. Nun war klar, dass wir beide 100 prozentig in diese Wohnung einziehen. Wir waren überglücklich und haben erstmal unsere Familien angerufen und ihnen von der freudigen Nachricht erzählt.

Nun wurde uns aber auch bewusst, dass wir beide tatsächlich zusammenziehen und wir dafür natürlich verschiedene Dinge erledigen mussten: Ich rede hier davon Wandfarben besorgen, Möbel zu kaufen und Umzugskartons zu packen. Einfach war das nicht immer, denn gerade was die Einrichtung betrifft, hatten wir beide oft unterschiedliche Auffassungen, da blieben Meinungsverschiedenheiten natürlich nicht aus. Doch wir konnten uns in den meisten Fällen auf einen guten Kompromiss einigen.
Die ehemaligen Mieter zogen relativ schnell aus, weshalb wir bereits Ende Juli mit dem Streichen der Wände beginnen konnten. Da ich die Wohnung bis jetzt tatsächlich nur von den Bildern kannte, war ich sehr froh, dass sie mir real ebenso gefiel. Wir besaßen bisher noch keine Lampen, außer eine kleine Stehlampe und konnten daher nur tagsüber streichen, weshalb sich dies auch einige Tage hinzog. Während die Wandfarbe trocknete, fuhren wir verschiedne Möbelhäuser an, um uns einen preislichen Überblick zu verschaffen. Dabei hat es uns ein bekanntes schwedisches Möbelhaus besonders angetan. Und ich muss wirklich sagen, dass wir dort unglaubliche viele Dinge gekauft haben und sich in unserer Wohnung nicht nur Möbel von eben diesem Möbelhaus befinden, sondern auch viele kleine niedliche Dekoartikel. ( Werbung: )
Nachdem wir nun endlich die wichtigsten Möbelstücke und auch andere Einrichtungsgegenstände besorgten, konnte der Umzug aber immer noch nicht komplett losgehen. Ich flog mit meiner Familie zu meiner Schwester nach Barcelona in den Urlaub und auch die Familie von meinem Freund urlaubte zu diesem Zeitpunkt. Jedoch waren ein paar Kommilitonen meines Freundes so freundlich und halfen ihm unser erworbenes Sofa in die Wohnung zu tragen.
Nun vergingen erstmal knappe 2 Wochen in denen wir in der Wohnung nichts machten. Doch kaum aus dem Urlaub wiedergekommen, fuhr ich, zusammen mit meiner Mutter und meinem Stiefvater nach Greifswald, um endlich die Möbel aufbauen zu können. Das komplette Auto war voll, da wir auch noch einige Sachen aus meinem Zimmer mitnahmen, um diese schonmal hier unterbringen zu können. Das ganze Wochenende haben wir benötigt, um alle Möbel aufzubauen. Doch damit war es noch lange nicht getan. Die Möbel waren zwar aufgebaut, aber es hing noch kein Regal, kein Spiegel an der Wand und vor allem hatten wir kein Licht. Eine Woche nutzen wir nur unsere kleine Stehlampe im Wohnzimmer und um durch die Wohnung zu laufen, nutzten wir Campinglampen. Am Anfang konnten wir über diese Situation lachen, doch auf Dauer war dies natürlich keine geeignete Lösung. Aus diesem Grund waren wir äußerst froh, als am Wochenende die Eltern meines Freundes vorbeikamen und passendes Werkzeug mitbrachten. Nun konnte auch der Rest endlich erledigt werden. Die Wohnung nahm ab diesem Zeitpunkt richtig Form an und wurde langsam zu einem kleinen zu Hause. In den nächsten Wochen pendelten wir beide immer wieder zwischen unserer Heimat und Greifswald. Wir hatten Glück und konnten uns immer mal die Autos unserer Eltern „ausleihen“, um noch weitere Dinge in die Wohnung transportieren zu können. Das war wirklich gut so, denn hätten wir kein Auto gehabt, wären wir jetzt noch immer mit dem Umzugskram beschäftigt. Mal waren wir eine Woche in Greifswald, mal nur über das Wochenende. Doch immer, wenn wir dort waren, fielen uns noch Dinge auf, die wir unbedingt benötigen. Dinge, die zu Hause bei Mama und Papa einfach immer selbstverständlich schon da waren. Aber auch an der Deko wollte ich immer etwas ändern. Viel Inspiration holte ich mir bei Pinterest und Instagram (Werbung). Da mein Freund leider nicht so kreativ und dekorativ begabt ist, wurde mir die Ehre zuteil die Dekoartikel auszusuchen und sie in der Wohnung zu platzieren. Das Dekorieren macht mir unglaublich viel Spaß und natürlich habe ich auch die Vorstellungen meines Freundes berücksichtigt.

Nun wohnen wir seit einer knappen Woche so richtig in dieser Wohnung, denn das Studium hat bereits angefangen. Wir hatten besonders viel Glück, dass wir so schnell eine so schöne Wohnung fanden und auch den Zuschlag erhielten. Der Umzug war nicht immer einfach, aber mit der Hilfe vieler lieber Menschen haben wir auch diesen Schritt gemeistert. Wir fühlen uns wirklich wohl in unserer ersten gemeinsamen Wohnung und sind sehr glücklich, diesen Schritt gegangen zu sein. In einem meiner nächsten Beiträge möchte ich euch erzählen, wie es für mich war von zu Hause auszuziehen, alles hinter mir zu lassen und mir ein neues Leben aufzubauen. Bis bald.

By the way: Wohnt ihr schon allein oder mit eurem Partner zusammen und wie war euer Umzug? Hattet ihr ebenfalls so großes Glück wie wir oder musstet ihr bis kurz vor Ultimo suchen? Ich freue mich auf eure spannenden Stories!

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Essen unterwegs – Ein Kampf?!

Wenn man sich laktose- und glutenfrei ernähren muss, ist es oft gar nicht so einfach unterwegs etwas zu essen zu finden. Meist muss im Voraus genau geplant werden, wo man essen gehen möchte und vor allem muss dort Bescheid gesagt werden, dass man so essen muss.
Für mich ist es tatsächlich schwierig zwischendurch entspannt in die Stadt zu gehen und mich einfach in ein Restaurant  zu setzen und das zu essen, was ich möchte. Oft gibt es keine laktose- und glutenfreien Produkte. Hier auf dem Land ist es besonders schwierig geeignete Produkte oder Restaurants zu finden. Ich habe immer etwas zu essen dabei, damit ich im Notfall versorgt bin. Ich weiß schließlich nie, wo es wieder etwas für mich gibt. Doch am wichtigsten ist für mich der Traubenzucker in meiner Handtasche. Wenn ich weder etwas zum essen dabei habe, noch ein gutes Restaurant finde, habe ich einen Traubenzuckerbonbon dabei, der meinen Blutzuckerspiegel wieder etwas anheben soll. Satt werde ich davon natürlich nicht, aber wenigstens kommt der Kreislauf wieder in Schwung.
In meiner Umgebung weiß ich natürlich schon ganz genau, wo ich etwas essen gehen kann. Meistens bestelle ich einen Salat mit Olivenöl und Essig oder vegetarisches Sushi. Das reicht mir völlig aus und schmeckt nebenbei natürlich auch. Doch auf Dauer ist es eben immer das Gleiche und irgendwann schmeckt es auch nicht mehr. Hier in der Nähe gibt es ebenso Restaurants, die glutenfreie Burger anbieten. Das ist für mich immer ein richtiges Erlebnis in einen leckeren Burger zu beißen. Zwar sind die Burgerbrötchen meist sehr trocken, aber sie schmecken mir trotzdem. Jedoch gibt es bei den Burgern, die ich essen kann (natürlich auch in anderen Restaurants, in denen ich glutenfreies Essen bestelle) das Problem, dass die Sauce meist nicht laktosefrei ist. Das bedeutet, dass ich eine Laktasetablette einnehmen muss. Zur Erklärung: Laktase ist das Enzym, welches im menschlichen Körper ist, um die Laktose in den Milchprodukten in ihre Bestandteile zu zerlegen und verdauen zu können. Dieses Enzym fehlt mir jedoch, weshalb ich starke Bauchschmerzen bekomme, wenn ich etwas mit Laktose esse. Aus diesem Grund ernähre ich mich laktosefrei. Mit den Laktasetabletten nehme ich das Laktaseenzym im Prinzip ein. Dies hilft mir laktosehaltige Produkte besser verdauen zu können, da nun die Laktose in ihre Bestandteile zerlegt werden kann. Das klingt natürlich erstmal wirklich super. Das bedeutet, dass ich theoretisch gar nicht laktosefrei essen muss, da ich einfach eine Tablette nehmen kann. Jedoch gibt es ein Problem: Die Tabletten wirken allerdings nur in Einzelfällen. Das heißt, dass man sie genau in dem Moment einnehmen muss, wenn der Körper kurz davor ist, die Laktose zu verdauen. Jedoch weiß man natürlich nicht genau, wann dieser Zeitpunkt eintritt. Es besteht also eine Chance von 50 Prozent, dass ich nach dem Zuführen von einem laktosehaltigen Produkt mit einer Tablette trotzdem Bauchschmerzen bekomme. Aufgrund dessen vermeide ich es, etwas mit Laktose zu essen. Doch wie gesagt, in den meisten Restaurants hier in der Nähe ist dies nicht möglich. Wenn ich mal in Rostock bin kenne ich jedoch ein Restaurant, auf das ich mich immer verlassen kann. Und zwar PeterPane. Dort gibt es brotlose Burger und fast jede Sauce ist dort laktosefrei. Wirklich leckeres Essen und unglaublich frisch. Ich verlinke euch die Website, dann könnt ihr euch die Restaurants anschauen und es eventuell ausprobieren. Ich kann es euch nur empfehlen!!! https://www.peterpane.de/   
Wenn es für mich in den Urlaub geht, ganz egal ob in Deutschland oder auch im Ausland, informiere ich mich vorher genau, in welchen Restaurants es etwas zu essen für mich gibt. Ich telefoniere und schreibe Mails mit den betreffenden Gaststätten und Hotels. Ich muss schildern, was ich essen darf und was nicht, damit ich auch im Urlaub keine Bauchschmerzen bekomme. Besonders wichtig ist auch, dass die Hotels Bescheid wissen, wie ich mich ernähren muss. Meist rufe ich zwei Wochen vorher an und frage kurz bevor ich anreise nochmal nach, ob auch alles klar geht. Besonders wichtig ist für mich das Frühstück: Die meisten Hotels haben lediglich glutenfreies Brot aber keine laktosefreie Butter oder auch Wurst. Ich freue mich über nichts mehr, als über ein leckeres gluten- und laktosefreies Frühstück. Viele Hotels kümmern sich aber um mich und ich bekomme ein leckeres und zum Teil auch abwechslungsreiches Frühstück. Ich nutze auch Apps und vor allem aber Google, um Restaurants in meinem Urlaub zu finden, in denen ich etwas essen kann. Dank dieser Hilfsmittel finde ich, zumindest in größeren Städten, auch immer passende Restaurants.
Es ist also möglich unterwegs etwas zu essen zu finden. Auch, wenn es nicht einfach ist. Ich glaube für meinen Familie und für meine Freunde ist es oft schwierig, wenn sie mit mir zusammen etwas Essen gehen wollen. Umso glücklicher bin ich, dass sie mich dabei so unterstützen und mir helfen Restaurants für mich zu finden. Wichtig ist einfach, dass man weiß, was man essen darf und wo man es findet. Man muss sich vorher immer informieren. Am besten ist es im Restaurant oder Hotel anzurufen und zu fragen, ob man mit dem Koch sprechen darf, um genau fragen zu können, was möglich wäre. Die Köche wissen natürlich besser bescheid, als die Kellner. Und wenn man nichts mehr findet, dann tut es eben auch ein einfacher Salat oder zur Not der Traubenzucker.

 

Die Melodie meines Lebens

Musik ist etwas ganz Besonderes für mich. Mein ganzes Leben verbringe ich schon mit ihr. Ich höre Musik nicht nur, ich nehme sie in mich auf. Mein Herz schlägt für Musik. Musik hält mich am Leben, ohne Musik könnte ich nicht überleben. Musik ist die Melodie meines Lebens.

Schon als ich noch ganz klein war, wurde ich immer wieder mit Musik konfrontiert. Mein Papa war riesengroßer Beatles-Fan, natürlich ist es da ja auch naheliegend, dass die Beatles in meinem Leben eine wichtige Rolle spielen. Von Anfang an, hörte ich sie und konnte schnell jedes Lied mitsingen. Für meine Eltern war es wichtig, dass ich handgemachte Musik kennen und lieben lernte und genau das habe ich getan. Für mich gibt es nichts Besseres, als eine schöne Gitarre, einen Bass und ein Schlagzeug. Wenn es dann noch ein bisschen in die Rock’n’Roll Richtung geht, bin ich mehr als zufrieden. Meine Begeisterung für Musik sorgte auch dafür, dass ich in meiner Freizeit angefangen habe Instrumente zu erlernen und in einem Chor zu singen. Bis zur zwölften Klasse habe ich Klavier, Schlagzeug, Akkordeon und Ukulele gelernt. Nebenbei nahm ich Gesangsunterricht und zusammen mit 5 anderen musikbegeisterten Freunden spielte ich in einer Band. Das Musikmachen ist für mich eine Art dem Alltag zu entfliehen und sich einfach dem hinzugeben, was einem Spaß macht.

Natürlich gibt es Menschen, die nur nebenbei Musik hören. Sie leben zwar mit der Musik, aber sie leben nicht für die Musik. Ich aber bin Musikerin. Für mich ist das ganze Leben eine Melodie. Für mich war und ist Musik ein Wunderheilmittel. Musik ist Balsam für die Seele. Musik hat mit mir schon so viel durchgemacht. Sie hat mich umarmt, wenn ich traurig war. Musik an, Welt aus. Sie war immer da. Ein passendes Zitat von Casper: „Alles endet, aber nie die Musik“. Die Musik bleibt immer. Man verbindet mit so vielen Liedern, bestimmte Augenblicke in seinem Leben. Es wird immer ein Lied geben, mit dessen Text man sich identifizieren kann. Es wird Lieder geben, mit denen man feiern kann und es wird Lieder im Leben geben zu denen man weint. Dabei ist es egal, ob man auf den Text hört, oder ob die Instrumente eine schöne Melodie spielen. Es ist auch egal, welche Musikrichtung man mag. Im Endeffekt ist der Schlüssel zum Herzen, dass die Musik berührt und sie einen mitreißt.

Nehmt ihr die Musik in eurer Umgebung richtig war? Von überall kommt Musik. Auch die Natur macht Musik. Ich finde auch, dass wir auf Musik viel mehr Acht geben sollten. Wir hören Sie so vor uns hin und wissen gar nicht, worum es in dem Song genau geht. Aber ich finde, wir sollten mehr auf Texte hören, uns mehr mit der Melodie auseinandersetzen. Dann versteht man ganz genau, worum es geht. Erst dann kann man sich mit dem Lied identifizieren. Man muss die Musik fühlen können. Der Herzschlag und der Beat müssen gleich sein.

Für mich wird die Musik immer präsent sein. Ich werde die Musik immer lieben. Sie bedeutet mir alles. Ich kann nicht ohne sie. Umso glücklicher bin ich, dass ich ab Oktober die Chance nutzen kann und Musikwissenschaft studieren werde.

Musik macht mich einfach glücklich. Ich brauche sie zum Leben!

Nur Gurke?!

Kannst du überhaupt was essen? Was isst du denn so den ganzen Tag?

Das sind die Fragen, die immer wieder aufkommen, wenn ich jemandem von meiner besonderen Ernährung erzähle. Und auch viele von euch haben mir diese Frage häufig gestellt. Heute möchte ich mich diesem Thema widmen und euch erzählen, was ich an einem Tag esse.

Es gibt tausende Möglichkeiten sich gluten- und laktosefrei zu ernähren, man muss sich nur auskennen und wissen, dass es sie gibt. Als ich damals die Diagnose bekam und das erste Mal einkaufen war, stellte es sich jedoch als nicht gerade einfach heraus. Immer wieder musste ich mir ganz genau durchlesen, was in den Lebensmitteln, die ich einkaufte, für Inhaltsstoffe drin waren. Ich durfte nichts falsch machen. Manchmal war ich mehr als 1 Stunde in einem Supermarkt. Manchmal suche ich auch jetzt noch, vor allem, wenn ich mich nicht auskenne. Doch eigentlich weiß ich inzwischen genau, welche Lebensmittel ich essen darf und wo sie liegen.

Mein Frühstück besteht meistens aus einem laktosefreien Naturjoghurt mit Flohsamen, Leinsamen, glutenfreien Cornflakes und gefrorenen Himbeeren. Mit Agavendicksaft oder Honig süße ich das Ganze etwas. Das macht mich wirklich satt und gesund ist es auch. Manchmal esse ich auch glutenfreie Brötchen oder glutenfreies Knäckebrot. Natürlich gibt es auch laktosefreie Wurst (ich mag nämlich keinen Käse) und Margarine. Aber am liebsten esse ich mein Brot immer noch mit Avocado. Lecker!

Mittag esse ich selten. Manchmal Salat mit Thunfisch und Olivenöl. Als Zwischenmahlzeit esse ich oft Banane. Anderes Obst darf ich nur in geringen Mengen essen, so wie Himbeeren, aufgrund meiner fructosearmen Ernährung. Oft esse ich auch Gurke. Diese darf ich natürlich jederzeit essen.

Zum Abendessen gibt es bei mir oft warme Gerichte. Ich weiß, das ist nicht besonders gesund, aber ich bin es von zu Hause aus so gewohnt. Mein liebstes und schnellstes Gericht ist gebratene Hähnchenbrust mit Feldsalat. Einfach lecker! Natürlich gibt es auch ganz viele andere Gerichte, die man gluten- und laktosefrei kochen kann. Unter anderem Aufläufe oder Nudeln. Wenn es euch interessiert, kann ich euch ja mal ein paar Rezepte vorstellen.

Natürlich nasche ich auch zwischendurch. Kuchen kann man selbst backen, natürlich mit Maismehl oder glutenfreiem Mehl. Jedoch muss man sich dabei exakt an die Rezepte halten. Einfach Zutaten ersetzen geht nicht. Ansonsten nasche ich laktosefreie Schokolade, die übrigens unglaublich lecker ist und auch etwas gesünder, da in ihr mehr Kakao enthalten ist als in „normaler“ Schokolade. Meine absolute lieblings Nascherei sind jedoch gluten- und laktosefreie Oreo-Kekse. Sie sind zwar nicht originale Oreos, sehen aber genau so aus und haben mehr Füllung. Unglaublich lecker!!!

In einer Sache bin ich jedoch extrem eingeschränkt: In einem Restaurant Essen gehen. Ich kann nicht einfach zwischendurch essen gehen. Essen gehen muss ich planen. Ich muss in jedem Restaurant anrufen und fragen, ob es möglich ist, für mich ein Essen zu kochen bzw. ob gluten- und laktosefreies Essen angeboten wird. Meistens wird diese Frage mit ‚Nein‘ beantwortet. Oft wird es dann ein einfacher Salat. Aber auch dieser schmeckt.

Ich vermisse es wirklich, einfach ohne Gedanken essenzukönnen und vor allem ohne Beschwerden zu sein. Aber es gibt genug Möglichkeiten für mich und ich bin froh, dass es mir auch schmeckt. Ich habe mich damit abgefunden: Leute, ich habe genug zu essen! 🙂

Abiball 2018

Hallo ihr Lieben,
es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich habe in den Vorbereitungen für einen ganz wichtigen Tag gesteckt: Dem Abiball.

Es war der 30.06.2018. Ein letztes Mal in die Schule gehen, zur feierlichen Zeugnisübergabe. Sie war sehr emotional und es flossen viele Tränen, besonders bei den Eltern. Nach der Zeugnisübergabe ging es für viele zum Friseur, um am Abend toll auszusehen. Als wir dann endlich in der Halle eintrafen, war es ein tolles Gefühl zu sehen, dass wir es geschafft hatten, die Halle so toll aussehen zu lassen. Der Abend war wunderschön. Das Essen war lecker, es wurde unglaublich viel getanzt und auch Fotos wurden fleißig geschossen. Ein paar dieser Fotos möchte ich hier mit euch teilen.
Der gesamte Tag ging viel zu schnell vorüber und erst jetzt, beim Betrachten der Fotos, wird mir klar, dass jetzt alles vorbei ist. Ich bin meiner Familie und meinem Freund sehr dankbar, dass sie an diesem Tag bei mir waren. Ihr habt den Tag zu einem unvergesslichen und sehr emotionalen Tag gemacht!

Was will mir mein Körper sagen?

Bauchschmerzen. Ein flaues Gefühl im Magen. Übelkeit. Die meisten kennen diese Probleme von einem Kater. Die meisten. Dann gibt es noch Leute, die das jeden Tag haben.

Angefangen hat es im Dezember 2012. Kurz vor Weihnachten bekam ich diese extremen Bauchschmerzen, einfach nur Bauchschmerzen. Nach längerem Hin und Her kam dann die Diagnose; Chronische Magenschleimhautentzündung. Da gibts Tabletten, alles kein Problem. Nach sechsmonatigem Tablettenschlucken wurde es besser. Keine Bauchschmerzen mehr und vor allem konnte ich wieder ganz normal essen. Nach einigen Monaten kamen die Schmerzen jedoch wieder. Eine Ultraschalluntersuchung im Krankenhaus ergab einen ähnlichen Befund. Also standen wieder Tabletten auf dem Speiseplan.

Die Tabletten halfen mir diesmal länger und es ging bergauf. Doch bald schon kamen wieder neue Beschwerden. Zu den Bauchschmerzen, welche sich mittlerweile fast jeden Tag bemerkbar machten, kamen morgendliche Kreislaufprobleme sowie Übelkeit dazu. Oft so schlimm, dass der Weg in die Schule nicht möglich war. Die Schmerzen schwächten meinen Körper und vor allem mein Immunsystem so sehr, dass alle möglichen Krankheitserreger ohne Probleme in meine Körper gelangen konnten. Das bedeutete unglaublich viele Arztbesuche und dauernd nicht in die Schule gehen können. Ich war so oft krank. Vor allem Grippe und Angina. Die Ärzte konnten nicht verstehen, was der Auslöser für diese Beschwerden war. Immer wenn sie auftraten, ging ich inzwischen davon aus, dass es nur ein ständig wiederkehrender Magen-Darminfekt ist. Das war 2014.

Fast 2 Jahre lief ich jeden Tag mit Bauchschmerzen rum. Mir ging es damit wirklich schlecht. Nach weiteren Untersuchungen und Arztbesuchen wurde ich in eine Klinik überwiesen. Dort sollte ich einen Spezialisten aufsuchen. Meine Station war die Stoffwechselambulanz. Dort führten die Ärzte mit mir viele Tests in Bezug auf meinen Stoffwechsel durch. Dem Chefarzt dort schilderte ich meine Beschwerden. Für ihn war sofort klar; Lebensmittelallergie. Das sollte getestet werden. Zu erst Laktose. Ob ich laktiseintolerant bin wurde bei mir mit einem Atemtest geprüft. Nach mehreren Stunden warten kam der Arzt. Der Test war negativ. Aber er sagte, dass ich wohl zu den 7% der Menschen gehöre, die eine andere Art der Laktoseintoleranz haben, als die anderen 93%. Nach einem ausführlichen Gespräch ging es zur Ernährungsberatung. Dort wurde mir ganz genau erklärt auf was ich, während der extrem Diät von vier Wochen, besonders achten muss. Danach kann man wieder ein paar laktosehaltige Nahrungsmittel zuführen. Nach mehreren Monaten war mir klar, dass es wohl ein Grund für meine Bauchschmerzen war. Mir ging es etwas besser.

Bauchschmerzen und Schwindel hatte ich aber immer noch. Ich musste also wieder in die Klinik. Dort beschloss ich mit meinem Arzt, dass ich nun auch auf Fruktose und Sorbit verzichten werde. Wieder ging es zur Ernährungsberatung. Ich musste erneut eine extrem Diät machen und daneben auch meinen „Laktosekonsum“ wieder auf Null setzen. Diese Diät dauerte 6 Wochen. Danach führte ich kaum noch Produkte bzw. Lebensmittel zu. Doch die Bauchschmerzen blieben und gingen nicht weg.

Ich ging wieder in die Klinik und dort testeten die Ärzte mit einem Bluttest, ob ich eine Glutenunverträglichkeit habe. Auch der Test war wieder negativ. Also keine Zöliakie. Aber natürlich gibt es auch bei der Glutenunverträgkichkeit eine spezielle Form; NCGS. Und genau diese habe ich. Diese Form ist noch eher unbekannt und kann zu Folgeerkrankungen führen. Wieder unterzog ich mich einer komplett Diät. Und diese Diät war wirklich extrem. Ich durfte gar nichts mehr mit Laktose und Fruktose essen und natürlich auch keine Lebensmittel mit Gluten. Um festzustellen, ob es mir ohne Gluten besser geht, musste ich diese Diät 3 Monate machen. Tatsächlich ging es mir wirklich besser. Ich war nicht mehr so eingeschränkt und mir ging es gut.

Inzwischen verzichte ich komplett auf Gluten und Laktose, nur Fruktose nehme ich ab und an mal zu mir. Ich bin froh, dass ich jetzt weiß, woher ein Großteil meiner Schmerzen kommt. Doch die Bauchschmerzen sind geblieben. Sie schränken mich in meinem Leben sehr ein und ich frage mich immer wieder; Was will mir mein Körper sagen?

Hier möchte ich euch über meine Krankheit informieren und euch erzählen, wie ich damit umgehe. Falls ihr Fragen zu der Krankheit habt, könnt ihr mich gern kontaktieren und ich werde sie in meinen nächsten Posts beantworten.

Erleichterung

„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es nicht das Ende.“  – Oscar Wilde –

Ja, da hatte Oscar Wilde doch auf jeden Fall recht. Ich habe selten ein Zitat gefunden, welches so eine große Bedeutung für mich hat. Das Zitat ist auf mich zugeschnitten.

Gestern war ein ganz besonderer Tag. Ich kam nach Hause und war unglaublich erleichtert. So ein schönes Gefühl der Freude habe ich noch nie in meinem Leben gespürt; Pure Erleichterung, einfach schön. Habt ihr schon mal vor Freude geweint? Ich eigentlich noch nie so wirklich. Gestern habe ich nicht nur vor Freude geweint, sondern auch vor Erleichterung. Auf einmal war der Kampf vorbei. So eine lange Zeit, mit unglaublich viel Spaß, tollen Erlebnissen und viel Freude. Ich kann es noch gar nicht glauben. Eine Zeit, die ich niemals vergessen werde. Eine unglaublich intensive Zeit. Doch für mich war es auch eine Zeit, die mich an die Grenzen gebracht hat. Sie war für mich ein harter Kampf. Ein Kampf, den ich beinahe aufgegeben hätte. Meine gesundheitlichen Probleme haben mich ängstlich werden lassen. Kann ich das schaffen? Ich werde versagen. Ja, ich hatte Ängste und vor allem die Angst zu versagen. Ängste, von denen nur wenige Menschen in meinem Leben wussten. Nicht viele verstanden meine Situation, denn kaum jemand wusste, was in meinem Inneren vorging. Ich glaube fast niemand kannte mich ohne ein Lächeln auf den Lippen. Ich war immer fröhlich. Aber Leute, auch ich habe eine nachdenkliche, traurige und sensible Seite. Auch ich lege mein Lächeln ab. Aber ich kann unterscheiden, wann ich das machen darf und wann nicht und vor allem wo und bei wem. Aufgeben, das wollte ich. Ich wollte mir das alles nicht mehr antun. Durch all‘ den Stress ging es mir körperlich immer schlechter. Ich konnte oft nicht hin gehen, weil es mir einfach zu schlecht ging. Es war schwierig. Mein Körper war kaputt, aber kein Arzt konnte mir eine richtige Antwort darauf geben. Doch darum soll es heute nicht gehen.
Mit zunehmend schlechter Gesundheit wurden meine Leistungen, für meine Verhältnisse, natürlich auch schlechter. Deswegen hatte ich auch diese Ängste und dieses unglaubliche Down. Nur deswegen war ich kurz davor alles hin zu schmeißen, weil es einfach nicht gut war. Aber irgendwie habe ich es geschafft, wieder neue Kraft zu schöpfen. Einen allerletzten Anlauf zu wagen. Und was soll ich sagen, ich habe es geschafft. Ich habe wieder gelächelt, auch innerlich. Ich habe mein Bestes gegeben und auf das Ende hingearbeitet. Ich habe eingesehen, dass ich nicht mehr so gut sein kann, wie ich es mal war, weil ich aus gesundheitlichen Gründen einfach zu viel versäumt habe. Ich habe die Leute über mich reden lassen. Nun wollte ich es durchziehen und ich wollte es vor allem wissen. Ich wollte wissen, ob ich es trotzdem schaffen kann. Oft bin ich nochmal hingefallen, doch es gab Menschen, die mir immer wieder die Hand gereicht haben. Ein Lächeln habt ihr mir immer wieder entlocken können, danke an Jasmin und Leah. Danke an Christin und Christopher, ihr habt mich wirklich unglaublich motiviert es durch zu ziehen. Ihr vier habt mir sehr geholfen, mich einfach unterstützt und ihr habt immer einen Platz in meinem Herzen.
Und jetzt habe ich es geschafft. Die Freude ist riesig, doch glauben kann ich es noch nicht. Ich habe mein Abitur. Ich kann endlich das machen, was ich schon immer wollte. Ich bin bereit meinen Traum zu verwirklichen.
Und ja, am Ende ist nun doch alles gut geworden. Erleichterung!